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 Ebolafieber-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo

Aufgrund des Ebolafieber-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hierzu ein paar Fakten:
1. Was ist Ebola?
Ebola ist eine seltene und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Sie gehört zu den viralen hämorrhagischen Fiebererkrankungen (Hämorrhagie = Blutung) und wird durch das Ebolavirus verursacht. Das Ebolavirus ist ein behülltes Virus und gehört zur Familie der Filoviridae. Ebola ist der Risikogruppe 4 gem. BioStoffV zugeordnet.
2. Übertragungswege
Überträger sind vermutlich Affen und Fledertiere (wie z. B. Flughunde und Fledermäuse). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch den direkten Körperkontakt mit an Ebolafieber erkrankten oder verstorbenen Menschen und durch den Kontakt mit deren Blut oder anderen Körperflüssigkeiten bzw. Ausscheidungen möglich.
3. Allgemeine Schutz- und Hygienemaßnahmen
Persönliche Maßnahmen zum Schutz vor Ebolafieber sind in Deutschland nicht erforderlich.
4. Schutzmaßnahmen der Schutzstufe 4:
Die Untersuchung, Behandlung und Pflege von Patienten, die mit dem Ebolavirus infiziert sind, entsprechen Tätigkeiten der Schutzstufe 4. Diese müssen grundsätzlich in einem Behandlungszentrum (Sonderisolierstation) der Schutzstufe 4 erfolgen. Das Vorgehen in den Sonderisolierstationen ist durch die TRBA 250 geregelt.
Erweiterte Persönliche Schutzausrüstung für z. B. Rettungsdienste, Notaufnahmen etc., wenn eine körperliche Untersuchung erforderlich wird oder ein Kontakt mit Körperflüssigkeiten vorliegt:
- Körperschutz
- Handschutz
- Augen- und Gesichtsschutz
- Atemschutz
- Fußschutz
5. Desinfektionsmittel und -maßnahmen
- Desinfektionsmittel mit nachgewiesener, mindestens begrenzt viruzider Wirksamkeit sind zur Desinfektion bei Kontamination mit Ebolaviren ausreichend. Viruzide Desinfektionsmittel können ebenfalls angewendet werden.
- Desinfektionsmittel mit dem Wirkungsbereich AB aus der
RKI-Liste oder der VAH-Liste mit dem Wirkungsbereich begrenzt viruzid (bzw. begrenzt viruzid PLUS, viruzid) sind hierfür geeignet. Wenn das Gesundheitsamt eine Desinfektion behördlich anordnet, so ist die RKI-Liste heran zu ziehen.

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Kornwestheim 11.07.18 12:29
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