Ausgabe II/2022

Was Sie über EHEC wissen sollten

Enterohämorrhagische Escherichia coli (kurz: EHEC) sind bestimmte krankheitsauslösende Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli (kurz: E. coli). Diese Bakterien leben im Darm von (Wild-)Wiederkäuern, wie z. B. Rindern, Rehen, und können bestimmte Giftstoffe, die sogenannten Shigatoxine (Synonyme: Shiga-like-Toxine, Verotoxine) produzieren. Die Tiere erkranken in der Regel nicht daran. Unter ungünstigen Umständen können sie aber auch in den menschlichen Organismus gelangen und hier Durchfallerkrankungen auslösen. „Enterohämorrhagisch“ deutet an, dass EHEC beim Menschen blutige Durchfallerkrankungen auslösen kann.


Der Erreger
EHEC-Erreger sind gramnegative Stäbchenbakterien. Die Bakterien sind empfindlich gegen Hitze, überleben jedoch gut in gefrorenen Lebensmitteln und im sauren Milieu. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2 bis 10 Tage, durchschnittlich 3 bis 4 Tage. Bereits eine sehr geringe Anzahl von 10 bis 100 Bakterien können für eine Infektion ausreichen. Betroffene Menschen sind ansteckend, solange sie die EHEC-Bakterien mit dem Stuhlgang ausscheiden.

Die Übertragungswege
EHEC-Infektionen können auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden, größtenteils durch die direkte oder indirekte orale Aufnahme von Fäkalspuren, wie z. B. bei Kontakt zu (Wild-)Wiederkäuern oder beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel, insbesondere von rohem Fleisch oder Rohmilch. Eine Infektion ist auch über fäkalienverseuchtes Trink- oder Badewasser, eine Übertragung von Mensch zu Mensch oder eine Übertragung durch Tier-Mensch-Kontakte möglich.

Präventive Maßnahmen sind u. a.
·  Rohe Lebensmittel tierischer Herkunft und andere leicht verderbliche Lebensmittel, wie z. B. Fleisch, Wurstaufschnitt, Mettwurst, Feinkostsalate, Milch und Milcherzeugnisse, sollten stets bei Kühlschrank-temperatur gelagert werden.
·  Bei der Zubereitung von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch, sollte beachtet werden, dass die Speisen gut durchgegart sind. Die Kerntemperatur sollte mindestens 70 °C für 10 min. betragen.
·  Fleisch und andere rohe Lebensmittel sollten zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen, falls möglich, nicht zeitgleich mit anderen, unmittelbar zum Verzehr bestimmten Lebensmitteln zubereitet werden. Keinesfalls sollen diese Lebensmittel unter Verwendung derselben Arbeitsgeräte und Arbeitsflächen bearbeitet werden. Bei Weiterverwendung sind diese gründlich zu reinigen.
·  Milch sollte nicht in rohem Zustand, sondern nur nach Wärmebehandlung konsumiert werden. Die Abgabe von Rohmilch, Rohrahm oder nicht ausreichend erhitzter Milch an Verbraucher ist in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung rechtlich untersagt.
·  Rohes Gemüse, Salate und Kräuter sollten vor dem Verzehr gründlich geputzt und gewaschen werden.
·  Einhaltung der Händehygiene.

Melde-/Benachrichtigungspflicht gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Infizierte Personen, die in gemeinschaftlichen Einrichtungen, wie z. B. Kindereinrichtungen arbeiten, dürfen dort nicht arbeiten, solange sie EHEC ausscheiden. Gleiches gilt für Berufstätige, die mit Lebensmitteln arbeiten. Infektionen mit EHEC sind in Deutschland schon bei Verdacht beim Gesundheitsamt meldepflichtig. Hinweis: Leiter*innen von Gemeinschaftseinrichtungen haben keine Meldepflicht, sondern eine Benachrichtigungspflicht. 

Weitere Informationen:

Checkliste fü̈r Hygieneaufgaben „Hygienemaßnahmen bei enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC)“ auf www.orochemie.de unter Service/Checklisten für Hygieneaufgaben.
Krankheitserreger von A - Z mit wirksamen Desinfektionsmitteln auf www.hygienewissen.de unter Informationen/Krankheitserreger von A - Z mit wirksamen Desinfektionsmitteln.


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Lösung des Kreuzworträtsels aus Newsletter Ausgabe I/2022

Hier die Antworten:
1) Mikrobiologie 2) Krankenhaus 3) Sauberkeit 4) Auftraggeber
5) Desinfektion

Das Lösungswort lautet: Lauge

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