Ausgabe III/2022

Anforderungen an Spender für Händehygienepräparate

Krankheitserreger werden nicht nur über die Hände übertragen. Auch Spender für Händehygienepräparate, wie z. B. Händedesinfektionsmittel, Handwasch- und Pflegepräparate, können ein Übertragungsweg für Keime sein. In der Empfehlung „Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens“ der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) aus dem Jahr 2016 werden u. a. die Anforderungen an Spender beschrieben. Weiterhin spielt die Platzierung der Spender für Händedesinfektionsmittel im Hinblick auf die Arbeitssicherheit eine große Rolle.


Welche Anforderungen sollen Spender für Händehygienepräparate, wie Händedesinfektionsmittel und Handwaschpräparate, u. a. erfüllen?

Die Spender für Händedesinfektionsmittel sind häufig in ca. 1 m Höhe, d. h. in Augenhöhe von Rollstuhlfahrer*innen oder Kindern, platziert. Um bei Augenkontakt mit dem Präparat richtig zu handeln, sollte der Verantwortliche für Spender vorbeugende Maßnahmen, wie z. B. das Anbringen von Hinweisschildern mit Piktogramm und Sofortmaßnahmen neben den Spendern, treffen.
Es soll eine Bestückung der Spender mit nicht wieder befüllbarem Gebinde möglich sein. Aufgrund der einfacheren Handhabung empfiehlt sich die Verwendung von Einmalgebinden.
Der Eurospender ist in der Größe genormt und erlaubt den Einsatz von Gebinden verschiedener Hersteller.
Spender müssen so betrieben und gewartet werden können, dass eine mikrobielle Kontamination des Pumpkopfes vermieden wird.
Die im Spender verwendeten Händedesinfektionsmittel oder Handwaschpräparate inklusive wichtiger Herstellerangaben sowie der Füllstand müssen ohne Manipulation erkennbar sein.
Die Außen- und Innenteile des Spenders müssen wischdesinfizierbar sein. Der Hersteller des Spenders muss Angaben zu den Flächendesinfektionsmitteln, die verwendet werden können, machen.
Werden aufbereitbare Spendersysteme eingesetzt, ist darauf zu achten, dass der Hersteller eine Vorschrift zur Aufbereitung bereitstellt. Die Spender sind regelmäßig innen und außen hygienisch aufzubereiten. Für das Aufbereitungsintervall gibt es keine Vorschrift. Empfohlen wird, die Spender für Händedesinfektionsmittel zweimal pro Jahr und die Spender für Handwaschpräparate beim Flaschenwechsel aufzubereiten. Am besten erfolgt dies maschinell. Dafür sollte das Material der Innen- und Außenteile so beschaffen sein, dass es eine thermische Aufbereitung bei einem A0-Wert von mindestens 60 (z. B. 80 °C/1 min.) toleriert. Trifft dies nicht zu, wird eine manuelle Aufbereitung empfohlen. Diese beinhaltet konstruktionsabhängig folgende Schritte: 1) Leere Flasche dem Spender entnehmen und das Steigrohr mit Einmaltuch abwischen. 2) Entfernen der Dosierpumpe, mit Bürste unter fließendem heißen Wasser reinigen und mit Einmaltuch trocknen. 3) Reinigung des Spendergehäuses unter fließendem heißen Wasser und trocknen. 4) Äußerlich wischdesinfizieren von Spendergehäuse, -rückwand sowie Dosierpumpe. 5) Zusammensetzen des Spenders und wiederholtes Durchpumpen eines Flächendesinfektionsmittels. 6) Einsetzen der neuen Produktflasche in den Spender und mehrmaliges Durchpumpen des enthaltenen Präparates.
Praktische Alternative zur Aufbereitung laut KRINKO ist bei Spendern für Handwaschpräparate die Verwendung von Einmalpumpen am Gebinde, die mit dem leeren Gebinde verworfen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e. V. (DGKH) befürwortet sogar deren Einsatz in Spendern für Händedesinfektionsmittel.

Weitere Informationen:

Muster bebilderte Flyer „Vorschlag zur Aufbereitung geeigneter Spender für Händehygienepräparate“ unter www.hygienesystem.de.
Schulungsmodul Händehygiene unter www.hygienewissen.de.


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Tragen Sie die richtigen Antworten in die waagrechten Felder ein. Das Lösungswort ergibt sich von 1 bis 6 im grauen Feld und beschreibt einen Begriff aus der Mikrobiologie. Hinweis: Umlaute, wie z. B. ä, und Satzzeichen, wie z. B. Bindestrich, können verwendet werden. Die Lösung wird in Ausgabe IV/2022 bekanntgegeben. Viel Erfolg!

Fragen:
1. Ein Aggregatzustand.
2. Ein Fachbgriff zur Reinigung und Desinfektion von Spendern.
3. Sinnesorgan, mit dem der Mensch sehen kann (Plural).
4. Behältnis, in dem Händedesinfektionsmittel bzw. Handwaschpräparate enthalten sind.
5. Abkürzung für „Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention“.
6. Produzent einer Ware.

Antworten:





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Hygienetag in Kornwestheim/Baden-Württemberg, 20.10.2022, mit Herrn Sascha Kühnau
Thema: Mitarbeiter/Team Motivation, Fehler und Lösungen aus der Praxis – Desinfektion, Erkundung der orochemie

Hygienetag in Gengenbach/Baden-Württemberg, 24.11.2022, mit Herrn Sascha Kühnau
Thema: Lebensmittelhygiene außerhalb von Küchen, gesetzliche Pflichtschulung nach § 4 LMHV
Informationen und Anmeldung unter www.vogt-gmbh.de/vogtseminar/ oder per E-Mail an: vogtseminar@vogt-gmbh.de.



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