Ausgabe III/2023

Was Sie über Hautpflege und Hautschutz wissen sollten

Die Haut ist unser größtes Organ und hat lebenswichtige Aufgaben. Sie schützt uns beispielsweise vor schädlichen äußeren Einflüssen. Treten Hautprobleme auf, kann diese Schutzfunktion beinträchtigt werden und weitere Gesundheitsprobleme, wie z. B. Infektionen, begünstigen. Deswegen sollte die Haut gepflegt und geschützt werden. Das gilt sowohl für Pflegende als auch für pflegebedürftige Menschen. Milde, hautschonende Produkte helfen dabei, die Haut zu pflegen und Irritationen sowie Allergien zu vermeiden.


Wissenswertes für die Praxis:

Warum ist Hautpflege sowie Hautschutz wichtig?
Unsere Haut hat eine Vielzahl von Aufgaben: Unter anderem schützt sie uns nach außen, z. B. vor Kälte, Hitze, Austrocknung oder Krankheitserregern. Sie dämpft, wenn wir uns stoßen, und regelt über die Durchblutung sowie das Schwitzen die Körpertemperatur. Weiterhin kann sie Wasser und Fett speichern. Darüber hinaus lässt uns die Haut z. B. Wärme, Jucken, Schmerzen oder Berührungen empfinden. Die Haut erneuert sich ständig und kann sich auch bei kleinen Verletzungen wie Kratzern, Abschürfungen und Schnitten in der Regel selbst regenerieren. Um alle diese Aufgaben erfüllen zu können, braucht die Haut Pflege, aber auch Schutz.

Was ist der Unterschied zwischen Hautpflege- und Hautschutzpräparaten?
Hautpflegepräparate sind äußerlich auf die Haut (Hände) aufzutragen. Sie glätten die Oberfläche der Haut und können eine Erhöhung ihres Fett- und Feuchtigkeitsgehaltes bewirken. So unterstützen sie die Hautregeneration und halten die Haut elastisch und widerstandsfähig. Hautpflegepräparate sind jedoch keine Hautschutzpräparate und sollten grundsätzlich erst nach der Arbeit angewendet werden.
Hautschutzpräparate sind äußerlich auf die Haut (Hände) aufzubringende Mittel, die vor einer hautbelastenden Tätigkeit auf die Haut aufgetragen werden. Ihre Schutzwirkung muss für die bestimmungsgemäße Anwendung nachgewiesen und vom Hersteller mit einem Wirksamkeitsnachweis nach einer dafür geeigneten Methode belegt sein. Sie sind Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA).

Welche Hautprobleme können in der Pflege entstehen?
Pflegende haben ein erhöhtes Risiko für Hautprobleme. Ihre Hände sind häufig in Kontakt mit Wasser, Reinigungs-, Desinfektionsmitteln oder (Latex-)Handschuhen. Dadurch kann es leicht zu trockener Haut kommen. Außerdem wird die Haut anfälliger für Reizungen, Entzündungen, Krankheitserreger und Allergien. Begünstigt werden solche Hautprobleme durch mangelnden Schutz und mangelnde Pflege der Haut sowie durch falsche Händehygiene.

Welche Hautprobleme können bei Pflegebedürftigen entstehen?

Entzündete Haut bei Inkontinenz
Druckgeschwüre
Reibungen von aneinander liegenden Hautfalten

Dürfen Beschäftigte eigene Hautpflege- bzw. Hautschutzpräparate am Arbeitsplatz verwenden?
Die Gefährdungsbeurteilung ist die Basis für den Einsatz und die Auswahl von Hautschutzpräparaten.
Der Unternehmer hat dabei festzulegen und zu dokumentieren, ob und welche Hautschutzpräparate für eine
bestimmte Tätigkeit geeignet sind. Die Anwendung eigener Hautschutzpräparate sollte daher mit dem Arbeitgeber, der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder dem Betriebsarzt abgesprochen werden. Ärztlich verordnete Hautprodukte sollten am Arbeitsplatz nur in Rücksprache mit dem Betriebsarzt benutzt werden.

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