In
hygienisch sensiblen Arbeitsbereichen wie Pflege oder Küche gibt
es häufig Diskussionen darüber,
ob Mitarbeiter lange, lackierte oder künstliche Fingernägel
tragen dürfen. Fachleute sind sich jedoch darüber einig, dass
die hier erforderliche sachgerechte Händehygiene nur durch saubere,
kurze Fingernägel gewährleistet ist. Ein Recht auf schön
gestaltete Nägel kann daher in diesen Berufsfeldern nicht gewährt
werden. Denn die persönliche Freiheit endet dort, wo ein Patient
oder Gast durch mangelnde Hygiene und dem
daraus folgenden Infektionsrisiko gefährdet wird.
In mehreren Studien wurde inzwischen nachgewiesen,
dass künstliche Fingernägel weit stärker mit Krankheitserregern
belastet sind als natürliche Nägel - sowohl vor als
auch nach der Händedesinfektion.
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Lange Nägel sind nun mal an sich Schmutz- und Keimträger.
Und in feinen Rissen von Nagellack und Kunstnägeln finden Krankheitserreger
beste Nistplätze. Dort sind sie nur schwer oder gar nicht zugänglich
für das Händedesinfektionsmittel. Noch ein weiterer Aspekt
ist zu berücksichtigen: Das Anbringen künstlicher Nägel
ist mit Kosten verbunden. Aus diesem Grund besteht die Gefahr, dass
möglichst wenig Desinfektionsmittel an die Nägel herangelassen
wird, um sie nicht zu beschädigen. So werden nicht alle Flächen
vollständig benetzt und desinfiziert. Darüber hinaus können
lange oder künstliche Nägel medizinische Handschuhe perforieren
und auch Verletzungen beim Patienten verursachen.
Vor allem bei Mitarbeitern im medizinischen Bereich und beim
Küchenpersonal ist es somit im Berufsalltag unumgänglich,
kurz geschnittene, mit den Fingerkuppen abschließende Fingernägel
zu tragen. Lackierte und künstliche Nägel können daher
nur während der Freizeit oder im Urlaub ein Thema sein. |

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Empfehlung
Legen Sie in Hygiene- und Desinfektionsplänen für hygienisch sensible
Arbeitsbereiche eindeutig fest, dass Fingernägel sauber, kurz, unlackiert
und frei von Kunstnägeln sein müssen. |
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